Frauenberatungs- und Therapiezentrum Stuttgart e.V.
Fetz e.V.
Frauenberatungs- und Therapiezentrum Stuttgart e.V.

Aktuelles

Fetz startet Berufsgruppe für Lesben und bisexuelle Frauen in der Sozialen Arbeit

Die Gruppe ist ein Ort, um sich über die persönliche Situation am Arbeitsplatz auszutauschen und um über inhaltliche Themen zu diskutieren. Im Moment entwickelt sich eine feste Berufsgruppe. An der Gruppe nehmen sowohl erfahrene Praktikerinnen, als auch Studentinnen und Berufseinsteigerinnen teil. Das macht den Austausch besonders wertvoll und lebendig.

Weitere Teilnehmerinnen sind herzlich willkommen. Der neue Termin ist am 16.10.2017 geplant. Eine Anmeldung wäre hilfreich.

 


 

Beratung für lesbische und bisexuelle Frauen und Mädchen

Gemeinsam mit dem Weissenburg e.V. hat das Fetz einen Antrag auf die Förderung der Beratung von Lesben, Schwulen und Bisexuellen gestellt. Das Fetz übernimmt in der Kooperation die die Angebote für lesbische und bisexuelle Frauen und Mädchen. Das neue Kooperationsprojekt bietet zudem Fortbildungsveranstaltungen für Fachleute und für Jugendliche. Falls Sie Interesse an dem Projekt haben, können Sie sich gerne bei uns melden. Ansprechpartnerin für diesen Arbeitsbereich ist unsere Mitarbeiterin Bastienne Pletat.

 


 

Beratung für lesbische, schwule, bisexuelle, transsexuelle, transgender, intersexuelle und queere Menschen wird erstmals landesweit in Baden-Württemberg etabliert - das Fetz beteiligt sich mit einem Beratungsangebot von Frauen, die nicht aus Stuttgart stammen

„Wem kann ich mich anvertrauen?“ – „Wie kann ich meine Ängste im Umgang mit Menschen überwinden, wenn ich Angst habe, dass jemand erfährt, dass ich lesbisch bin?“ – „Ich fühle mich wertlos und allein und habe den Eindruck, mich als schwuler Mann besonders beweisen zu müssen.“ – „Wo finde ich Gleichgesinnte?“ – Im öffentlichen Beteiligungsprozess zur Erstellung des Aktionsplans für Akzeptanz und gleiche Rechte wünschten sich die Teilnehmenden für diese und viele andere Fragen kompetente Ansprechpartner_innen.

Folgerichtig setzte das Kabinett der Landesregierung Baden-Württemberg im Sommer 2015 einen Schwerpunkt für die Umsetzung des Aktionsplans auf den Aufbau von bedarfsgerechten Beratungsangeboten. Die im Bereich Beratung tätigen Organisationen im Netzwerk LSBTTIQ Baden-Württemberg lieferten ein umfassendes Projektkonzept, wie Beratungsbedarfen qualifiziert und flächendeckend entsprochen und die begrenzten Ressourcen effizient eingesetzt werden können. Dank der Förderung durch das Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familien, Frauen und Senioren wird jetzt das landesweite Beratungsprojekt für LSBTTIQ gestartet.

Das Projekt „Etablierung landesweiter Beratung für lesbische, schwule, bisexuelle, transsexuelle, transgender, intersexuelle und queere Menschen“ wird den Zugang zu fachlich fundierter Beratung zu lsbttiq-Anliegen bzw. von lsbttiq-Menschen in der Fläche verbessern. Gleichzeitig werden bis Ende 2016 im Rahmen des Projekts die Beratungsleistungen durch stärkere Vernetzung und fortgesetzte Qualifizierung innerhalb der beteiligten Organisationen landesweit auf hohem fachlichen Niveau geleistet.

Dr. Ulli Biechele von PLUS, der Psychologischen Lesben- und Schwulenberatung Rhein-Neckar betont, wie bedeutsam das Angebot für viele Ratsuchende ist, die sich bisher eine fachliche Beratung nicht leisten konnten: „Bereits in der 1. Woche konnten wir Beratungsgespräche für einen Auszubildenden anbieten, der nach einem Zwangsouting von seiner Familie unter Druck gesetzt wird.“

Marion Römmele, Mitglied des Sprechendenrats des Netzwerks LSBTTIQ Baden-Württemberg, freut sich besonders über die gelungene Einbindung der Community in die Projektentwicklung und auch in die anlaufende Umsetzung des Projekts: „Wir können auf vielfältige Ressourcen der Community zurückgreifen. Endlich können die besonderen Kompetenzen, Ratsuchende in ihren Anliegen ernst zu nehmen und zu stärken, Eingang in qualifizierte Beratung finden.“

Die Steuerung des Projekts wurde an Mathias Falk (Rosa Hilfe Freiburg e.V.) und Margret Göth (PLUS e.V. Mannheim) übertragen. Alle, die Beratung anbieten oder in Zukunft Beratung anbieten möchten, können sich an das Netzwerk wenden über landesweite-beratung@netzwerk-lsbttiq.net. Für Ratsuchende werden in den kommenden Wochen eine gemeinsame Website und entsprechendes Informationsmaterial erstellt, das den Zugang zu den Beratungsleistenden erleichtert.

Kontakt für Berater_innen und interessierte Gruppen: landesweite-beratung@netzwerk-lsbttiq.net

 


 

Beratung zum Ergänzenden Hilfesystem

Menschen, die in ihrer Kindheit oder Jugend sexualisierte Gewalt in der Familie erlebt haben und bis heute unter den Folgen leiden, können seit Mai 2013 Unterstützung durch das „Ergänzende Hilfesystem“ beantragen.

Die Bundesregierung und manche Bundesländer haben dazu einen Fonds eingerichtet, den „Fonds sexueller Missbrauch“. Mit dem Geld, das dort liegt, können Therapien, Sachleistungen und Hilfsmittel bezahlt werden, die Belastungen verringern und die Lebenslage von Betroffenen verbessern sollen.

Das Besondere am „Ergänzenden Hilfesystem“ ist:

Es fördert genau solche Unterstützungsangebote, die von sogenannten anderen Leistungsträgern (zum Beispiel der gesetzlichen Krankenkasse) nicht oder nicht mehr bezahlt werden. Genaue Informationen dazu findet man auf der Homepage des Fonds: http://www.fonds-missbrauch.de/ unter „Antragsstellung“ > „Leitlinien zur Gewährung von Leistungen aus dem Fonds sexueller Missbrauch im familiären Bereich“

Am „Ergänzenden Hilfesystem“ beteiligen sich auch manche großen Einrichtungen, wie zum Beispiel die evangelische und römisch-katholische Kirche. Allerdings verläuft das Bewilligungsverfahren dann etwas anders.

Menschen, die Unterstützung im „Ergänzenden Hilfesystem“ beantragen wollen, können sich bei uns kostenlos beraten lassen. Unsere Beraterinnen haben professionelle Erfahrung in der Arbeit mit von sexualisierter Gewalt betroffenen Frauen und sind speziell zum „Ergänzenden Hilfesystem“ geschult.