Frauenberatungs- und Therapiezentrum Stuttgart e.V.
Fetz e.V.
Frauenberatungs- und Therapiezentrum Stuttgart e.V.

Aktuelles

Zwischenbericht Regenbogenhaus 

Der Zwischenbericht zum Regenbogenhaus mit ersten spannenden Ergebnissen der Befragung ist jetzt online einsehbar:
www.regenbogenhaus-stuttgart.de
Vielen Dank an alle, die mitgemacht haben, für die Teilnahme an der Befragung!
Vielfältige Sichtweisen und Impulse sollen dazu beitragen, dass ein Regenbogenhaus in Stuttgart ein attraktiver Ort für viele Menschen und Gruppen wird. Wir wünschen uns einen offenen Ort der Begegnung, des Austauschs, der vielfältigen Kultur und kurzer Arbeits- und Kommunikationswege für haupt- und ehrenamtlich Engagierte, einen diskriminierungsfreien Raum an dem Inklusion und Barrierefreiheit selbstverständlich sind, der gleichzeitig persönliche Beratung und verlässlichen Schutz anbietet. Das Regenbogenhaus soll einen Beitrag leisten, Stuttgart als weltoffene, solidarische und vielfältige Stadt mit Mut und Engagement weiter voranzubringen und den Dialog und die Begegnung mit der Stadtgesellschaft fördern.
 

Landesweites Beratungsprojekt in Baden-Württemberg

 
Beratung für lesbische, schwule, bisexuelle, transsexuelle, transgender, intersexuelle und queere Menschen wird erstmals landesweit in Baden-Württemberg etabliert - das Fetz beteiligt sich mit einem Beratungsangebot von Frauen*, die nicht aus Stuttgart stammen
 
„Wem kann ich mich anvertrauen?“ – „Wie kann ich meine Ängste im Umgang mit Menschen überwinden, wenn ich Angst habe, dass jemand erfährt, dass ich lesbisch bin?“ – „Ich fühle mich wertlos und allein und habe den Eindruck, mich als schwuler Mann besonders beweisen zu müssen.“ – „Wo finde ich Gleichgesinnte?“ – Im öffentlichen Beteiligungsprozess zur Erstellung des Aktionsplans für Akzeptanz und gleiche Rechte wünschten sich die Teilnehmenden für diese und viele andere Fragen kompetente Ansprechpartner:innen.
Folgerichtig setzte das Kabinett der Landesregierung Baden-Württemberg im Sommer 2015 einen Schwerpunkt für die Umsetzung des Aktionsplans auf den Aufbau von bedarfsgerechten Beratungsangeboten. Die im Bereich Beratung tätigen Organisationen im Netzwerk LSBTTIQ Baden-Württemberg lieferten ein umfassendes Projektkonzept, wie Beratungsbedarfen qualifiziert und flächendeckend entsprochen und die begrenzten Ressourcen effizient eingesetzt werden können. Dank der Förderung durch das Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familien, Frauen und Senioren wird jetzt das landesweite Beratungsprojekt für LSBTTIQ gestartet.
Das Projekt „Etablierung landesweiter Beratung für lesbische, schwule, bisexuelle, transsexuelle, transgender, intersexuelle und queere Menschen“ wird den Zugang zu fachlich fundierter Beratung zu lsbttiq-Anliegen bzw. von lsbttiq-Menschen in der Fläche verbessern. Gleichzeitig werden bis Ende 2016 im Rahmen des Projekts die Beratungsleistungen durch stärkere Vernetzung und fortgesetzte Qualifizierung innerhalb der beteiligten Organisationen landesweit auf hohem fachlichen Niveau geleistet.
Dr. Ulli Biechele von PLUS, der Psychologischen Lesben- und Schwulenberatung Rhein-Neckar betont, wie bedeutsam das Angebot für viele Ratsuchende ist, die sich bisher eine fachliche Beratung nicht leisten konnten: „Bereits in der 1. Woche konnten wir Beratungsgespräche für einen Auszubildenden anbieten, der nach einem Zwangsouting von seiner Familie unter Druck gesetzt wird.“
Marion Römmele, Mitglied des Sprechendenrats des Netzwerks LSBTTIQ Baden-Württemberg, freut sich besonders über die gelungene Einbindung der Community in die Projektentwicklung und auch in die anlaufende Umsetzung des Projekts: „Wir können auf vielfältige Ressourcen der Community zurückgreifen. Endlich können die besonderen Kompetenzen, Ratsuchende in ihren Anliegen ernst zu nehmen und zu stärken, Eingang in qualifizierte Beratung finden.“
Die Steuerung des Projekts wurde an Mathias Falk (Rosa Hilfe Freiburg e.V.) und Margret Göth (PLUS e.V. Mannheim) übertragen. Alle, die Beratung anbieten oder in Zukunft Beratung anbieten möchten, können sich an das Netzwerk wenden über landesweite-beratung@netzwerk-lsbttiq.net. Für Ratsuchende werden in den kommenden Wochen eine gemeinsame Website und entsprechendes Informationsmaterial erstellt, das den Zugang zu den Beratungsleistenden erleichtert.
Kontakt für Berater:innen und interessierte Gruppen: landesweite-beratung@netzwerk-lsbttiq.net